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Cashewkerne

Cashewkerne gehören aus Sicht eines Botanikers nicht zu der Familie der Nüsse. Es sind reine Kerne der Cashewbaum Frucht. Dieser Fruchtbaum wächst bis zu 15 Meter hoch und bildet birnenförmige Fruchtstiele, die man als Cases -Äpfel bezeichnet. Allerdings sind dieses nur Scheinfrüchte. Ganz anders als alle anderen Früchte, tragen diese Früchte ihre Samen eben nicht im inneren der Frucht, sondern wachsen stattdessen am unteren Ende des Fruchtstiels. Dieses sind die eigentlichen Früchte des Fruchtbaums – die Cashewnüsse.


So gesehen gehören die Cashewnüsse in der Tat zum Steinobst. In der Schale dieser Steinfrucht befindet sich wiederum ein zwei bis drei Zentimeter großer Cashewkern. Grundsätzlich gehört der Cashewbaum zu der Familie der Sumachgewächse und stammt vom Ursprung her aus Brasilien. Mittlerweile findet man den Baum aber auch in Indien, Kenia, Tansania und Mosambik. Dort verarbeitet man die Cashewäpfel zu Marmelade, Saft oder auch Schnaps, während die bekannten Cashewkerne für den weltweiten Export ausgeführt werden. Cashewkerne haben viel Power Cashewkerne sind ein sehr wertvoller Bestandteil von einer gesunden Ernährung. Von daher sind sie nicht nur wegen des milden und nussigen Geschmacks beliebt, sondern auch wegen des leicht buttrigen Aromas sowie ihrer sehr angenehmen und knackigen Konsistenz. Ebenso sind die Kerne auch reich an Nähr- und Vitalstoffen: -Cashewkerne enthalten ein sehr hochwertiges Protein. Auf etwa 100 Gramm kommen knapp 18 Gramm Proteine. So stellen die Cashewkerne vor allem für Menschen, die grundsätzlich auf tierische Proteine verzichten, eine äußerst gute Eiweißquelle dar. Cashewkerne besitzen sehr viele ungesättigte Fettsäuren. Dieses wirkt sich wiederum sehr positiv auf das Herz Kreislauf System aus und kann zudem für eine Regulierung eines erhöhten Cholesterinspiegels helfen. Im Gegensatz zu anderen Nüssen sind die Kerne sehr fettarm und somit auch kalorienärmer. -Cashewkerne sind zudem sehr gute Magnesiumlieferanten. Magnesium ist ein wichtiger Mineralstoff für die Nerven, Muskeln, Herz, Knochen und Zähne. -Ebenso erhalten die Kerne eine entsprechende Menge an Tryptophan. Dieses ist eine Aminosäure, aus der wiederum im Körper den Stoff Serotonin entsprechend herstellt, den man auch als Glückshormon kennt. Er wirkt vor allem entspannend, antidepressiv, stimmungsaufhellend sowie auch schlaffördernd. -Cashew verfügt über einen hohen Anteil an Vitamin B. So kann sich ein Mangel an B-Vitaminen durch Abgeschlagenheit, Müdigkeit und Konzentrationsschwierigkeiten zeigen. Cashewkerne sind ein aufwendiger Prozess Cashewkerne sind im Gegensatz zu anderen Kern- und Nussarten oftmals teurer, was vor allem daran liegt, dass bei einem Cashewapfel nur ein Kern entsprechend gebildet wird. Hinzukommt, dass auch die Ernte sowie die Verarbeitung sehr aufwendig sind. -Ernte: Sobald die Cashewäpfel reif sind, lässt man sie von alleine auf den Boden fallen. Allerdings warten viele Cashew-Bauern den Reifezeitpunkt nicht ab, da wiederum die vom Baum gefallenen Früchte äußerst schnell faulen und verderben können. Von daher werden die Äpfel unreif von den Bäumen gepflückt. Somit kommen die Cashewkerne entsprechend unreif auf den Markt, was sich auch in der Qualität wiederspiegelt. -Trocknung: Im Anschluss der Ernte werden die Nüsse von den Äpfeln gelöst und danach getrocknet. Dabei werden diese einige Tage lang in der prallen Sonne ausgelegt und unter der großen Hitze getrocknet. - Röstung: Sind die Cashewnüsse getrocknet muss zunächst die Schale geknackt und anschließend entfernt werden, da diese wiederum ein sehr giftiges Öl enthalten. Dazu röstet man die Nüsse, was dabei auch die Qualität beeinflusst. Gelegentlich werden die Nüsse auch unter Wasserdampf gelöst. In der Regel jedoch in Röstkesseln bei einer Temperatur von 200 Grad ausgesetzt, wodurch sich am Ende die Qualität leider mindert. Cashewkerne in einer Rohkostqualität gibt es nur sehr selten, da diese Verarbeitung noch deutlich aufwändiger wäre. Der Handel mit den Cashewkernen Beim Rösten von Cashewnüssen kann sehr schädlicher Dampf entstehen. Der Anbau, die Ernte und letztlich die Verarbeitung der Kerne ist nicht nur äußerst mühsam und aufwendig, sondern verläuft oftmals auch unter sehr erschwerten Arbeitsbedingungen: -Erntehelfer werden nicht optimal bezahlt und in der Weiterverarbeitung werden die Mitarbeiter ungesunden Dämpfen ausgesetzt, die wiederum bei der Röstung entstehen. -Daher leiden Arbeiter immer wieder unter Schleimhautentzündungen durch das Einatmen der Dämpfe. Dennoch ist man bemüht, die Arbeitsbedingungen und den Handel der Nüsse so fair wie möglich zu gestalten. Grundsätzlich sind der Anbau und die Verarbeitung der Cashewkerne für die Regionen sehr wichtig. Das gilt vor allem für die Hauptproduktionsländer, wie zum Beispiel Indien oder auch Nigeria sowie auch für kleinere Staaten wie Burkina Faso.