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Erdnüsse

Die Erdnuss (latein. Arachis hypogaea) ist eine krautige Pflanze, die jährlich geerntet wird, aus der Familie der Fabaceae, die wegen ihres Öls und ihrer essbaren Nüsse angebaut wird. Erdnusspflanzen sind kleine, meist aufrechte, dünne Stängelpflanzen mit federartigen Blättern. Die Blätter sind in alternierenden Paaren angeordnet und haben blattartige Anhänge in der Nähe des Stiels. Die Erdnusspflanze produziert gelbe, orangefarbene, cremefarbene oder weiße Blüten, die „Heringe“ produzieren, charakteristische Blütenstrukturen, die in den Boden sinken, um die Schote zu züchten. Die Schoten können bis zu zehn cm lang sein und zwischen einem und fünf Samen enthalten.


Die Erdnusspflanze kann je nach Sorte 60 cm hoch sein und überlebt als einjährige Pflanze nur eine Wachstumsperiode. Erdnüsse können auch Affennüsse genannt werden und stammen aus Südamerika. Die im tropischen Südamerika beheimatete Erdnuss wurde schon früh in die Tropen der Alten Welt eingeführt. Die Samen sind eine ernährungsphysiologisch dichte Nahrung, reich an Eiweiß und Fett. Trotz der vielen gebräuchlichen Namen ist die Erdnuss keine wahre Nuss. Wie bei anderen Leguminosen fügt die Pflanze dem Boden mit Hilfe von stickstoffbindenden Bakterien Stickstoff hinzu und ist daher als Bodenanreicherungspflanze besonders wertvoll. Verwendung Die meisten kommerziell angebauten Erdnüsse werden für die Gewinnung ihres beim Kochen verwendeten Öls verwendet. Das Nebenprodukt der Ölextraktion ist eine gepresster Masse, die als Tierfutter und auch bei der Herstellung von Erdnussmehl verwendet wird. Rohe Kerne werden häufig auch geröstet und als Snack gegessen. Allerdings gehen bei der Röstung die gesunden und guten Omega-3 Fettsäuren verloren. Rohe Erdnüsse sind also gesünder. Wachstum Grundvoraussetzungen: Erdnüsse wachsen in tropischen und subtropischen Klimazonen sehr gut und benötigen warme Temperaturen und eine lange Vegetationsperiode. Die Pflanzen wachsen optimal bei Temperaturen zwischen 30 und 34 ° C, tolerieren jedoch einen Bereich zwischen 15 und 45 ° C. Temperaturen über 34 ° C können die Pflanzen allerdings schädigen. Die Erdnusspflanze wächst am besten in einem leichten, gut durchlässigen Lehmboden, kann aber auch auf schwereren Böden wachsen. Der optimale pH-Bereich für das Erdnusswachstum liegt bei einem pH-Wert von sechs bis sieben. Erdnüsse sind resistent gegen Dürre und können lange Zeit ohne Wasser aushalten. Allerdings wirkt sich der Wassermangel auf den Ertrag aus. Für eine optimale Produktion ist ein gut verteilter Niederschlag zwischen 500 und 600 mm Wasser im Laufe der Vegetationsperiode ideal. Vegetation: Erdnüsse wachsen normalerweise aus Samen. Das Saatgut sollte in einem gut vorbereiteten Saatbeet in einem lockeren und krümeligen Boden ohne große Klumpen gepflanzt werden. Das Saatbett sollte frei von Unkraut sein, das mit den Erdnusssämlingen konkurrieren kann. Unkräuter können durch Handkultivierung oder durch Verwendung eines geeigneten Herbizids entfernt werden. Erdnusssamen sollten von Hand bis zu einer Tiefe von drei bis fünf cm gepflanzt werden. Es ist am besten, den Boden umzugraben oder flache Betten zu verwenden, da dies die Ernte der Erdnüsse erleichtert. Erdnüsse können als Einzelkultur angebaut oder mit anderen Kulturen wie Mais oder Sojabohnen gekreuzt werden. Erdnuss-Hülsenfrüchte haben die eigentümliche Angewohnheit, unterirdisch zu reifen, ein Phänomen, das als Geocarpy bekannt ist. Nach der Bestäubung und dem Absterben der Blüte wächst eine ungewöhnliche, stielartige Struktur, die als Stift bezeichnet wird. Die befruchteten Eizellen werden in der robusten Spitze des Stifts nach unten getragen, bis sich die Spitze weit unter der Bodenoberfläche befindet. Dann beginnt sich die Stiftspitze in die charakteristische Hülse zu entwickeln. Allgemeine Pflege: Um maximale Erträge zu erzielen, sollten Erdnussfelder so weit wie möglich von Konkurrenzunkräutern ferngehalten werden. Pflanzen sollten mit zusätzlicher Bewässerung versorgt werden, wenn trockene Bedingungen vorherrschen. Erdnüsse erfordern im Allgemeinen keinen Zusatz von Stickstoff, da ihre Wurzeln Symbiose-Bakterien bilden, die im Boden atmosphärischen Stickstoff bilden können. Erdnüsse benötigen Kalzium im Boden für eine gute Vegetation und die Bildung der Schote. Das Kalzium im Boden wird direkt von den Schoten aufgenommen. Kalziumarme Böden können zu leeren oder schlechten ernten führen. Ernte: Die Erdnüsse sind je nach Sorte 85 bis 130 Tage nachdem Pflanzen der Samen erntebereit. Hülsen können von Hand oder auf mechanischem Wege geerntet werden. Die Pflanzen sollten vom Boden gezogen und die Hülsen entfernt werden. Nach der Ernte werden die Schoten zwei bis zehn Tage lang in der Sonne getrocknet, bis ihr Feuchtigkeitsgehalt etwa zehn Prozent beträgt.